Linkliste „Alternative Ökonomie“

Hier eine vorläufig weitgehend unkommentierte Linkliste zum Thema „Alternative Ökonomie“. Hier sind auch Ansätze vertreten, die Staat und Markt mehr oder weniger affirmativ gegenüberstehen – wieviel der Mensch davon wirklich braucht, mag die Praxis entscheiden. Zunächst einmal sollen hier überhaupt Alternativen und Gegenmodelle gesammelt werden.

Linkskeynesianismus

Die Nachdenkseiten, die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik und flassbeck-economics lassen sich wohl grob dem Linkskeynesianismus zuordnen. Auch wenn dieser Ansatz m. E. nicht weit genug geht, könnte eine clevere Massenbewegung staatliche Umverteilungsinstrumente vielleicht nutzen, um wirkliche Alternativen aufzubauen; einen möglichen Ansatz hat der Schweizer Autor P. M. [Hans Widmer] mit seinem „Green New Deal“ vorgeschlagen.

Freiwirtschaft

Die Freiwirtschaft geht auf Überlegungen des umstrittenen Silvio Gesell zurück. Heute wird dieses Modell von Leuten wie Helmut Creutz und der Humanwirtschaftspartei vertreten. Ich bin skeptisch.

Gemeinwohl-Ökonomie

Ein Modell von Christian Felber. Es geht um den Versuch, Unternehmertum und Gemeinwohl zu vereinen. Auch hier besteht bei aller Kritik vielleicht die Möglichkeit Geld für radikalere [i. S. v. „an die Wurzel gehende“] Ansätze lockerzumachen.

Marktsozialismus/Ökonomische Demokratie

Auch als Freund des Bedürfnisprinzips kommt man nicht um die Tatsache herum, dass erst einmal Weltmarkt ist. Insofern sind die Überlegungen David Schweickarts selbst dann interessant, wenn Meinhardt Creydt recht behalten sollte.

Gildensozialismus

Der Gildensozialismus wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Autoren wie G. D. H. Cole (z. B. in Guild socialism re-stated von 1920) und Bertrand Russell (Proposed Roads to Freedom von 1918) vertreten. Russells Kritik am Anarchismus beruht m. E. weitgehend auf Fehleinschätzungen, aber wer einen Mittelweg zwischen Staatssozialismus und Anarchismus sucht, findet bei ihm einen interessanten Ansatz.

Anarchismus

Der Anarchismus kennt im Wesentlichen drei wirtschaftliche Ansätze: Mutualismus, Kollektivismus und Kommunismus, die jeweils für Markt, Leistungsprinzip und Bedürfnisprinzip stehen. Die meisten Anarchisten bevorzugen Letzteres, sind aber auch für andere Ansätze offen. In der Praxis werden die Ansätze bunt kombiniert. Einen Überblick gibt es bei Horst Stowasser und im Anarchist FAQ.

Planwirtschaft

Viele halten das Thema „Planwirtschaft“ mit dem Ostblock für erledigt – dabei gibt es zahlreiche Ansätze, die sich um eine Vermeidung der dort gemachten Fehler bemühen. Die Gruppe Paeris hat einige Beispiele gesammelt (einige Links und Anmerkungen ergänzt):

Solidarische Ökonomie & Commons

„Solidarische Ökonomie (SÖ) bezeichnet Formen des Wirtschaftens, die menschliche Bedürfnisse auf der Basis freiwillige Kooperation, Selbstorganisation und gegenseitiger Hilfe befriedigen.“ (Quelle) Hier geht es ganz praktisch um alternatives Wirtschaften. Commons hatte ich hier schon kurz vorgestellt. Infos dazu gibt es z. B. bei Gemeingüter.de, Silke Helfrich und Brigitte Kratzwald. Andreas Exner beschreibt Beispiele solidarischen Wirtschaftens wie venezolanische Kooperativen, den baskischen Mondragón-Konzern und die israelische Kibbutz-Bewegung.

Verschiedenes

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